PR O T O K O L L
Regionalkonferenz Elbe am 23. April 2026, 9.00 bis 12.00 Uhr in der Stadtscheune Otterndorf (Sackstr. 4)
Tagesordnung:
1. Gemeinde Land Hadeln, Jedixa Diaz & Anna-Elisabeth Gottfried 2. BI Cadenberge hilft, Uli Beushausen
3. Ehrenamt Otterndorf, Maria Jarowoy 4. Bürgernetzwerk Wanna, Elke Busch
5. Gemeinde Börde Lamstedt, Hadil Abu Qasem
6. Arbeitskreis Willkommen, Peter Seydell & Anke Brüning 7. Gemeinde Hemmoor, Chiraz Kawar & Malte Fischer
8. Migrationsberatung Hemmoor, Manja Fritzsche
9. DRK/ Jugendhilfestation Hemmoor, Lena Offermann 10. Caritas/ Migrationsberatung, Brunilda Kupa
11. Paritätischer/ JMD, Vera Nickels
12. BBS Cadenberge/ Schulsozialarbeit, Daniela Siemer 13. BBW Cadenberge, Silke Tölken
14. VHS Landkreis Cuxhaven, Marie-Louise Rendant 15. Ländliche Erwachsenenbildung, Jörg Biehl
16. KoMuT Landkreis Cuxhaven, Birte Osterndorff, Anne Gryczan & Maik Khodaei
Begrüßung durch die KoMuT, kurze Vorstellungsrunde, nachfolgend Bericht und Austausch der Teilnehmenden:
1. Gemeinde Land Hadeln, Jedixa Diaz & Anna-Elisabeth Gottfried
Jedixa Diaz berichtet vom Spielkreis für Kinder mit Migrationshintergrund: Grundsätzlich sind genug Kindergartenplätze vorhanden, aber nicht immer der Wunschkindergarten. Für Zugewanderte sind die Kitas oft nicht erreichbar. Eine Einschulung ohne Kita-Besuch und auch sonst wenig Kontakt mit anderen Kindern führt zu fehlenden Deutschkenntnissen und weiteren Schwierigkeiten. An der Grundschule Otterndorf gibt es eine hohe Anzahl Kinder
ohne Deutschkenntnisse. Daher kam die Idee des Spielkreises auf, der nun an der Grundschule stattfindet und vom Landkreis gefördert wird. Der Spielkreis hat Anfang März begonnen und wird bis Ende des Jahres gefördert. Aktuell kommen 8 Kinder zum Spielkreis. Es sind bisher ausschließlich Kinder aus Otterndorf, da die Erreichbarkeit aus anderen Ortschaften der Samtgemeinde nicht gegeben ist. Der Spielkreis findet 2x pro Woche je 90 Minuten statt. Es gibt 2 Kursleiterinnen und eine Springerin (Honorarbasis), läuft seit Anfang März. Die ersten Kinder sollen schon dieses Jahr eingeschult werden.
Online-Anträge Jobcenter (JC) und Agentur für Arbeit (BA): Damit Ehrenamtliche besser beim Ausfüllen von Online-Anträgen unterstützen können, möchte Jedixa Diaz Schulungen
organisieren. Der Kontakt mit dem JC diesbezüglich läuft gut. Von der BA erhält sie keine
Rückmeldung. Sie benötigt eine Ansprechperson bei der BA, die bei Problemen unterstützt. Sie und weitere Personen aus der Runde weisen auf die komplizierten BA-Anträge hin, die ausschließlich digital eingereicht werden dürfen.
Die KoMuT nimmt Kontakt mit Kerstin Wulf von der BA auf und versucht zu unterstützen.
Jedixa Diaz berichtet von Kolumbianern,die freiwillig in ihr Heimatland zurückkehren. Die betreffenden Personen sagen ihr i.d.R Bescheid und Jedixa Diaz stellt den Kontakt zur Rückkehrberatung der Caritas her. Ansonsten läuft es dann meist ohne viel Aufwand ihrerseits ohne weitere Probleme.
Es kommen weiterhin Personen in die Samtgemeinde. Vorrangig sind es Ukrainer/-innen. Anna-Elisabeth Gottfries ergänzt, dass im letzten halben Jahr über 100 Personen aufgenommen wurden (in den letzten 8 Monaten ca. 250 Personen).
Thema Wohnraum: Das Thema ist nach wie vor problematisch. Nach erfolgter Zuweisung werden die Geflüchteten informiert, dass der Zeitraum in der untergebrachten Wohnung begrenzt ist. UKR werden zügig aufgefordert eigenen Wohnraum zu suchen (dürfen in ganz NDS). Dies macht Integration allerdings schwieriger. Priorität für die Gemeinde ist jedoch die Erfüllung der Quote, Integration kommt erst später. Jedixa Diaz weist darauf hin, dass dieses Vorgehen auch zu Problemen führt–„wieviel Zeit investierte ich, wenn absehbar ist, dass
die Personen bald wieder gehen?“
Bitte seitens des Bürgernetzwerk Wanna, dass die Info über verzogene Personen ans Ehrenamt übermittelt wird.
Die Gemeinde ist im Austausch mit VHS, da durch den Fortzug von Personen auch Teilnehmende im Integrationskurs fehlen.
Supervisionsangebot für Ehrenamtliche: Dieses Angebot besteht weiterhin. Derzeit ist die Nachfrage geringer. Bei Interesse sollen sich Ehrenamtliche gerne bei Jedixa Diaz anmelden. Man kann auch ohne Anmeldung kommen.
Anna-Elisabeth Gottfried ergänzt, dass es einfach zu wenig Wohnraum gibt. Dennoch finden trotz fehlenden Wohnraums Zwangszuweisungen statt. Derzeit gibt es weniger Zuweisungen von der LAB, da die LAB recht leer ist, aber dennoch muss die Quote erfüllt werden. Sie versuchen neuen Wohnraum anzumieten und Wohnraum frei zu bekommen.
Auf Nachfrage führt Frau Gottfried aus: Personen, die nicht mehr von der Gemeinde untergebracht werden müssen, werden wie Obdachlose geführt. Personen werden angeschrieben, aber auch nicht vor die Tür gesetzt, wenn sie keine Wohnung gefunden haben.
Neue Quote: bis 30.09.26 sind 118 Personen aufzunehmen.
Elke Busch ergänzt: In Wanna gäbe es teils Wohnraum, aber Personen möchten diese Wohnungen nicht, weil sie nicht in Wanna bleiben möchten. Wie sollen sich die EA verhalten? Frau Gottfried bittet in diesen Fällen um engen Austausch, damit seitens der Gemeinde mehr Druck gemacht werden kann. Es gibt häufig auch Vorbehalte seitens der Vermieter/-innen, da Wohnraum nach Auszug nicht gut hinterlassen wird.
2. BI Cadenberge hilft, Uli Beushausen
BI hat sich für die Versorgung über die Tafel für Menschen mit wenig Geld eingesetzt. Ab August/ September wird Tafel einmal in der Woche in Otterndorf sein. Auch in Cadenberge auf dem Kirchengrundstück wird die Tafel vor Ort sein. Personen müssen sich vorher registrieren, dies ist vor Ort möglich.
Uli Beushausen berichtet, dass Schutzsuchenden vermehrt von Zahnärzt/-innen private Verträge angeboten/ aufgedrängt werden inkl. Bank für einen Kredit (über GKV-Versorgung hinaus). Er fragt, ob auch andere Teilnehmende solche Erfahrungen gemacht haben. Auch Maria Jarowoy ist eine Person bekannt. Der Flüchtlingsrat Nds. wurde von BI bereits eingeschaltet mit der Bitte eine Umfrage zu machen, inwiefern weitere Personen betroffen sind. Bekannte Fälle aus Hadeln, Hemmoor und Lamstedt bitte über
www.cadenbergehilft.de an Uli Beushausen melden.
Anke Brüning ergänzt, dass es in Lamstedt einen Zahnarzt gibt, der grundsätzlich Zähne gezogen und nicht repariert hat. Die Ehrenamtlichen haben Geflüchtete an andere Zahnärzte vermittelt.
Die BI hat am 06. Juni eine große Veranstaltung zum Thema Demokratie in Cadenberge, gemeinsam mit der Allianz der Gestalterinnen. Es gibt dann auch eine Folgeveranstaltung am 27.06. um 19.00 Uhr (Bürgerdialog: Sprechen und Zuhören, unter Schirmherrschaft des Bürgermeisters. (Siehe Info anbei)
3. Ehrenamt Otterndorf, Maria Jarowoy
Maria Jarowoy berichtet, dass die Ehrenamtsgruppe aus Otterndorf beim Ausfüllen von Formularen unterstützt. Es konnten neue Ehrenamtliche dazugewonnen werden, die hierbei unterstützen. Sie weist darauf hin, dass Anträge bei der BA nur digital möglich sind. Diese Anträge sind so schwierig, dass selbst Deutsche Mitbürger/-innen mit hohem Bildungsstand daran scheitern.
Der internationale Gemeinschaftsgarten läuft wieder an und hat viel Zulauf. Gisela Pentecker hat das Bundesverdienstkreuz erhalten.
Des Weiteren bieten Ehrenamtliche Deutschkurse als Übergang zur VHS an. Momentan gibt es weniger Bedarf.
Maria Jarowoy bemängelt, dass die Dauer bis eine Arbeitserlaubniserteilt wird, ist zu lange ist; teils 3-6 Monate.
Die Ehrenamtlichen aus Otterndorf möchten die Arbeitsangebote in der Gegend systematisieren und in einer Übersicht aufbereiten. Infos hierzu gerne an Maria Jarowoy. DieÜbersicht wird dann auch zur Verfügung gestellt.
Im letzten Jahr wurde ein Filmprojekt mit Geflüchtetenerfolgreich durchgeführt. Ein solches Projekt soll es auch dieses Jahr wieder geben.
4. Bürgernetzwerk Wanna, Elke Busch
Elke Busch berichtet, dass eine Ehrenamtliche in Wanna immer Deutschunterricht gegeben hat. Aufgrund von Erkrankung gibt es dieses Angebot derzeit nicht. Darüber hinaus berichtet Sie von einem Einzelfall.
5. Gemeinde Börde Lamstedt, Hadil Abu Qasem
Hadil Abu Qasem berichtet von der aktuellen Situation in Lamstedt: Aktuell sind 116 Geflüchtete in der Samtgemeinde, davon 59 Ukrainer/-innen und 57 aus sonstigen Herkunftsländern. Lamstedt hat die Quote übererfüllt, daher gibt es derzeit keine Zuweisungen.
Einige Personen warten auf einen Alphakurs. Marie-Louise Rendant ergänzt dazu, dass die VHS versucht hat in Hemmoor einen Alphakurs zu starten, diesen aber aufgrund von zu wenig Teilnehmenden, nicht starten konnte. Ein Alphakurs ist derzeit nicht in Planung.
6. Arbeitskreis Willkommen, Peter Seydell & Anke Brüning
Peter Seydell berichtet, dass die Gemeinde Lamstedt Wohnraum wieder abgegeben hat, da zu viel angemietet wurde.
Anke Brüning berichtet von einem Einzelfall: Eine Familie bestehend aus Vater, Mutter und Kind. Der Vater arbeitet und ist aus dem AsylbLG rausgefallen. Da es sich um eine Bedarfsgemeinschaft handelt, sind auch Mutter und Sohn aus dem AsylbLG gefallen. Der Sohn ist über den Vater krankenversichert. Die Mutter ist derzeit nicht krankenversichert. Eine Familienversicherung ist nicht möglich, da sie nicht verheiratet sind. Freiwillig gesetzlich versichern geht nicht, da die Person noch nie in die GKV in Deutschland eingezahlt hat. Eine private Versicherung kann sich die Familie nicht leisten.→Hierzu kommt ein Hinweis von Peter Seydell, dass es ggf. über eingetragene Lebensgemeinschaft möglich sein könnte die Mutter zu krankenversichern. Jedixa Diaz berichtet, dass das Sozialamt in Einzelfällen auch nur die Krankenversorgung übernimmt, ohne dass Leistungen bezogen werden.
Es gibt einen Austausch zur Problematik beim Wechsel von der GKV zur Krankenversorgungüber AsylbLG nach Arbeitsbeendigung. Anne Gryczan berichtet, dass dies auch Thema bei der ReKo im Südkreis war und sie dazu bereits mit dem Sozialamt in Kontakt war. Infos dazu sind am Ende des Protokolls zu finden. Maria Jarowoy und weitere Personen äußern den Wunsch nach einem Schreiben des Landkreises, der die Position des Landkreises bezüglich des Übergangs von der GKV zum AsylbLG nach Arbeitsbeendigung deutlich macht.
Die KoMuT übermittelt diesen Wunsch an das Sozialamt.
Auf die Frage von Anke Brüning, ob B1-Prüfungenauch ohne Kursbesucht abgelegt werden können antworten die Bildungsträger, dass dies ist sowohl beim BBW als auch bei der VHS möglich ist.
Anke Brüning informiert, dass sich in Lamstedt sich eine „Initiative Demokratie“ gegründet hat. Nächste Aktivitäten: 07.05. Frühstück und 05.06.19.00 Uhr Gottesdienst
7. Gemeinde Hemmoor, Chiraz Kawar & Malte Fischer
Aus der Samtgemeinde Hemmoor gibt es laut Chiraz Kawar wenig Neues zu berichten. Problematisch ist die sehr lange Bearbeitungszeit bei BuT-Anträgen. Auf Mails erhält sie keine Reaktion.
Die KoMuT nimmt dieses Problem mit und spricht mit dem zuständigen Kollegen.
Malte Fischer ergänzt bzgl. Wohnraumproblematik, dass sie erhebliche Probleme mit Geflüchteten haben, die verschwinden und wieder kommen. Dies bringt große Herausforderungen mit sich, insbesondere wenn es sehr große Familien betrifft.
8. Jugendhilfestation Hemmoor, Lena Offermann
Lena Offermann berichtet, dass es derzeit relativ ruhig ist und aktuell keine Familien mit Migrationshintergrund betreut werden. Sie erläutert die Angebote in der JHS: Die JHS bietet Familienhilfe und Erziehungsbeistandschaften an und berät bei Anliegen zu Familie und Erziehung. Eine Sprachmittlung kann über die Jugendhilfe finanziert werden. Familien müssen einen Antrag beim JA stellen und bekommen Beratung in der JHS.
Thema Sprachmittlung: Info von Uli Beushausen: Bei Hr. Dr. Dietz ist mittwochs immer eine urkrainische Sprachmittlung vor Ort.
Hinweis von Birte Osterndorff zum Thema Sprachmittlung: Eine Doppelfunktion im Sinne von Beratung und Übersetzung gleichzeitig ist nicht zielführend. Sprachmittlung sollte immer neutral, ohne Wertung und Beratung stattfinden! Dafür wurde der Sprachmittlerpool der Caritas seinerzeit vom Landkreis anschubfinanziert. Der Sprachmittlerpool wird derzeit von Yuliya Kamp betreut.
9. Migrationsberatung Hemmoor, Manja Fritzsche
Manja Fritsche berichtet von ihrer Arbeit (viel drohende Abschiebungen und Ausbildungsmodalitäten)
Afrikaner/-innen werden aufgrund ihrer Hautfarbe zunehmend rassistisch angefeindet, insbesondere am Bahnhof. Auch bei der Polizei fühlen sich die Betroffenen nicht gut aufgehoben.
Sprachbarrieren führen zu Kommunikationsproblemen und Missverständnissen. Briefe werden nicht verstanden. Manja Fritzsche äußert den Wunsch, dass diese in einfacher Sprache formuliert werden.
Obdachlosigkeit ist zunehmend auch bei Zugewanderten ein Problem.
Maria Jarowoy ergänzt den Wunsch nach Austausch mit anderen aus der Runde hinsichtlich Westafrikaner/-innen, die ihre Identität nicht nachweisen können. Sie möchte erörtern, wie damit umgegangen werden kann.
Passbeschaffung im Ausland: Personen, die zur Passbeschaffung ins Ausland reisen müssen, ist teilweise nicht bewusst, dass sie zur Aus- und Wiedereinreise eine Transfererlaubnis der ABH benötigen. Es wird der Wunsch geäußert, dass die ABH Menschen, die zur Passbeschaffung ins Ausland reisen müssen, schriftlich informiert, dass hierfür eine Transfererlaubnis beantragt werden muss.
Die KoMuT gibt diesen Wunsch an die ABH weiter.
10. Caritas/ Migrationsberatung, Brunilda Kupa
Brunilda Kupa berichtet, dass die Angebote der Caritas wie Migrationsberatung, Rückkehrberatung, Anerkennungsberatung usw. normal weiterlaufen. Neu ist ein Sprachkurs, der seit März läuft. Zielgruppe sind Personen, die schon einen Sprachkurs besucht, aber B1 nicht erreicht haben. Momentan sind alle Plätze belegt.
In der Beratung gibt es viele Fälle zum Aufenthaltsrecht. Seit Nov. 25 gab es viele Ablehnungen von Syrer/-innen. Problematisch ist, dass die Rechtsberatung von Anwält/- innen sehr teuer geworden ist. Wenn Geflüchtete dann noch eine Bezahlkarte haben, stellt diese eine weitere Hürde da (Anwält/-innen müssen erst auf Whitelist gesetzt werden).
Familiennachzug ist schwieriger geworden. Sie versuchen über IOM Familienmitglieder als Härtefall nach Deutschland zu holen.
Problem der Verschuldung: Geflüchtete schließen Verträge ab und landen dann bei Inkasso- Unternehmen. Oft werden Verträge am Telefon abgeschlossen. Die Schuldnerberatung in Hadeln hat ein halbes Jahr Wartezeit. In Cuxhaven kommt 1x pro Woche Hr. Klöppel zur Beratung in die Bahnhofstr. Vorher sollte ein Termin in Brhv. vereinbart werden. Um der Problematik entgegenzusteuern, könnten Info-Veranstaltungen mehrsprachig für Zugewanderte angeboten werden.
GEAS: Tritt am 12.06. in Kraft. Derzeit besuchen die Migrationsberaterinnen Fortbildungen dazu.
Birte Osterndorff weist darauf hin, dass Ehrenamt keine Rechtsberatung mach soll. Lieber Verweis auf professionelle Migrationsberatung.
11. Paritätischer/ JMD, Vera Nickels
Vera Nickels berichtet von den zwei Jugendintegrationskursen, die derzeit noch in Cuxhaven laufen und vom JMD betreut werden. Ein Kurs steht kurz vor der Prüfung und im anderen Kurs stehen demnächst Praktika an. Der JMD und PACE unterstützen bei der Praktikumsplatzsuche und sind in engem Austausch.
Sprachkurse: Viele haben B1 nicht bestanden. Das BBW hat einen A2/B1-Kurs in Cadenberge durchgeführt. Wunsch, dass es diesen Kurs weiterhin gibt.
Verschuldung: Es gibt vermehrt Fälle mit Forderungen der Familienkasse. Jugendliche haben Sprachkurs begonnen und nehmen nach einigen Monaten nicht mehr teil. Sie haben den Kursbesuch bei Familienkasse angegeben und melden nicht, dass sie nicht mehr teilnehmen. Die Familienkasse fordert nach Kursende einen Nachweis des Kursbesuchs, welchen diese Jugendlichen/jungen Erwachsenen nicht erbringen können. Dies führt zu Schulden
(Rückforderungen) bei der Familienkasse. Die Familienkasse akzeptiert keine Ratenzahlung.
Auch bei der Arbeitsaufnahme treten Mietschulden auf, wenn vorher Jobcenterleistungen bezogen werden. Beim Übergang die Miete selbst zu zahlen, kommt es zu Schwierigkeiten. Das JC muss rechtzeitig informiert werden, damit es nicht zu Überzahlungen kommt. Dies haben die betroffenen Personen nicht im Blick. Häufig kommt es zu Rückforderungen seitens des Jobcenter oder Mietschulden (fehlendes Bewusstsein, dass die Miete selbst überwiesen werden muss).
Zulassungen des BAMF zu Integrationskursen wurde für Asylsuchende eingestellt. Einige Personen erhalten Verpflichtungen über die ABH. Mehrere Personen haben beim Sozialamt angefragt, aber noch keine Antwort erhalten.
Der JMD versucht Schüler/-innen, die ohne Abschluss die Schule verlassen in Haupt- und Realschulkurse bei der VHS zu vermitteln. Manchmal sind auch die Jugendwerkstätten eine Möglichkeit.
Viele Anfragen zum Thema Wohnungssuche. Der JMD hilft nicht bei Wohnungssuche. Das Projekt Respect Coaches (ein Bereich des JMD) an der Osteschule Hemmoor wird
auslaufen, da es keine weitere Förderung seitens des Bundes gibt.
Beim JMD in Cuxhaven findet 2x pro Woche ein Sprachkurs für Schüler/-innenstatt. Dieser wird über den Landkreis gefördert. Im nächsten Halbjahr wird diese Sprachförderung weitergeführt. Zielgruppe 12-26 Jahre. Bei Bedarf bei Vera Nickels melden.
Theaterprojekt Sielhäfen: Nächste Woche starten die Aufführungen. Herzliche Einladung eine Veranstaltung zu besuchen.
12. BBS Cadenberge/ Schulsozialarbeit, Daniela Siemer
Daniela Siemer berichtet, dass es derzeit eine Berufseinstiegs-Klasse für Sprache und Integrationgibt. Die Klasse ist voll. Anmeldungen für nächstes Schuljahr sind noch möglich.
Die BBS kooperiert mit der VHS: Schüler/-innen, die nicht mehr schulpflichtig sind, können bei der VHS einen Integrationskurs besuchen. Die VHS kommt an die Schule, damit niemand verloren geht.
Es ist schwierig einige Schüler/-innen zu motivieren. Themen wie Schulden und Wohnen landen auch in der Schule. Die Schulsozialarbeiterinnen versuchen zu unterstützen und machen Verweisberatung.
13. BBW Cadenberge, Silke Tölken
Silke Tölken berichtet vom Online-B2-Kurs, der am 18.05 startet. Es gibt noch freie Plätze–bitte an Silke Tölken wenden. Der Kurs wird auf jeden Fall stattfinden. Wenn eine Fahrt nach Bremervörde zur Einweisung nicht möglich ist, wird eine Lösung gefunden. Teilnehmen können nur Personen, die eine Berechtigung vom JC oder der BA haben. (Flyer anbei)
Derzeit läuft noch ein B2-Kurs, der am 30.04. endet. In Stade ist ein Integrationskurs geplant.
Momentan ist es schwierig, die Kurse voll zu bekommen. Problematisch ist auch, wenn sich Personen anmelden und nicht erscheinen.
Das BBW hat sich wieder für landesgeförderte Sprachkurse (AEWB) beworben. Es ist noch nicht klar wie viele Stunden sie erhalten. Meistens findet der Kurs in Cuxhaven statt, dies hängt aber auch von Stundenanzahl und weiteren Faktoren ab.
Thema Testungen: Das BBW ist Telc-Prüfungszentrum und bietet Prüfungen von A1 bis C1 an. Auch ohne Kursbesuch können Prüfungen abgelegt werden. Kosten: 140 Euro.
Der LiD (Leben in Deutschland) -Test ist in der Regel nur im Anschluss an einen Integrationskurs möglich. In Stade oder Buxtehude geht es auch unabhängig von einem Kursbesuch.
Das Integrationszertifikat des BAMF (für Einbürgerung notwendig) bekommt man nur mit LiD und B1-Zertifikat. Der Einbürgerungstest wird vom BAMF nicht anerkannt.
14. VHS Landkreis Cuxhaven, Marie-Louise Rendant
Neue Kurse starten nach den Sommerferien, auch ein Berufssprachkurs. Alles in Präsenz.
15. Ländliche Erwachsenenbildung, Jörg Biehl
Jörg Biehl erläutert, dass der Wegzug von Ukrainer/-innen auch für Anbieter von Sprachkursen problematisch ist. Auch bei Landessprachkursen gibt es eine Mindestteilnehmerzahl von 15 Personen.
Vergangenen Oktober hat die LEB einen Landessprachkurs in Lamstedt angeboten, welcher abgebrochen werden musste, da die Teilnehmenden weggebrochen sind.
Die LEB hat ebenfalls Stunden bei der AEWB beantragt. Förderbescheide stehen noch aus.
16. KoMuT Landkreis Cuxhaven, Birte Osterndorff, Anne Gryczan & Maik Khodaei
Anne Gryczan berichtet, dass der Fördertopf der KoMuT für Sprachförderung für 2026 bereits leer ist.
Anne Gryczan fragt nach Bedarf an einem Fachtag zum Thema „Resilienz und Achtsamkeit in der Migrationsarbeit“ für Haupt- und Ehrenamt. Es gibt eine kurze Diskussion und verschiedene Wünsche werden geäußert.
Die KoMuT nimmt die Wünsche mit.
Wahlen Inklusionsbeirat 2027: Inklusion bedeutet nicht nur die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen, sondern aller Menschen, unabhängig von individuellen Merkmalen wie Behinderung, Herkunft, Alter, Geschlecht, etc. Aufgabe des Inklusionsbeirates ist es daher die Interessen aller (benachteiligter) Menschen zu vertreten, auch der Zugewanderten. Maik Khodaei berichtet, dass bisher vorrangig Menschen mit Behinderung vertreten sind. Der Beirat möchte aber auch die Stimme der Zugewanderten mehr repräsentieren. Daher auch der Wunsch im Rahmen der Neuwahlen Anfang 2027 diese Stimme zu stärken. Jeder ist eingeladen sich aufstellen zu lassen.
→Nachtrag: Die nächste öffentliche Sitzung des Inklusionsbeirats ist geplant am Mittwoch, den 19.08.2026 um 15.30 Uhr beim DRK in Otterndorf. Sitzungstermine sind unter folgendem Link zu finden: Sitzungen - SD.NET RIM 4
Demokratiefest im Gertrudenpark in Loxstedt am 31. Mai: Im Rahmen des Förderprogramms„Demokratie leben!“ veranstaltet der Landkreis im Getrudenpart in Loxstedt das Familienfest„Demokratie in Aktion“. Beim Fest soll es eine Demokratiemeile geben, bei der sich Institutionen, Vereine aktiv beteiligen können. Wer sich aktiv an dem Fest bzw. der Demokratiemeile beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen! Hierfür gerne direkt bei Maik Khodaei melden. Alle sind herzlich eingeladen das Fest zu besuchen und die Info zu streuen!
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KoMuT-Fokus „Initiativen & Engagement“
am Dienstag, den 28.1.2025, 14.00-16.30 Uhr
Anwesend: Antje Pakusch, Svenja Plock (Stadt Cuxhaven); Bodo Meyerhof, Melchiade Ninganza (Christliches Sozialwerk/ 7Level), Christine Schwahn-Schreiber (EA Otterndorf), Christa Wiese (Cadenberge hilft), Yvonne Pröpper (Offenes Herz Altenwalde), Sven Mangels (Caritas Welcome Center/ Gute-Praxis EA), Tabea Poppe (Stadt Geestland), Wolfgang Steen (Nestwerk Hagen), Katja Bruns-Cordes (LK Kultur & Ehrenamt), Angela Benzel (LK Gesundheitsamt MiMi), Birte Osterndorff, Anne Gryczan (LK KoMuT)
▪ Vorstellungsrunde
▪ Vorstellung Katja Bruns-Cordes, Fachbereich Kultur & Ehrenamt
o Ehrenamtskarte für den Landkreis → mit Manpower, welches sich um gute Vergünstigungen kümmert
o Ko-Stelle für EA im LK
o App zur Koordinierung des EA
▪ Handlungskonzept & Fokusgruppen
o Kurzvorstellung Inhaltsverzeichnis (Handlungsfelder & Maßnahmen)
o Integrationskonzept in Hagen ist in den letzten Zügen der Überarbeitung
o Zugriff auf und Austausch zu Konzepten nach Fertigstellung (u.a. Übergänge LK-Gemeindeebene)
▪ Kurzvorstellung/ Besprechung Positionspapier
o Jährlich im Monat Juli Abfrage unter EA über Nestwerk, OHA, Haden hilft und Cadenberge hilft 2023 & 2024
o Rückgang des ehrenamtlichen Engagements um 1/3
▪ Gründe: zunehmende Aussichtslosigkeit
▪ zu wenig/ fehlende Wertschätzung der HA gegenüber den EA
▪ Ungleichbehandlung der Geflüchteten (UKR und alle anderen)
▪ Mehr Runde Tische gefordert: Politik, Verwaltung und EA
▪ In Ratssitzungen zu wenig Thema. Wenn dann nur zu Wohnraum, aber nicht zu den Menschen
▪ Fallmanagement notwendig. Niemand fühlt sich zuständig.
▪ Fehlende Kommunikation von Seiten der Verwaltung (z.B. zu Bezahlkarte)
▪ Ehrenamtskarte: mehr/bessere Rabatte
➔ teilweise strukturelle Probleme/ gesetzliche Rahmenbedingungen, wo Hürden/ Ungerechtigkeiten Land & Bund gegenüber stetig weiter benannt werden (z.B. VN KoMuT); teilweise Punkte, die wir weiter aufgreifen bzw. am Ball bleiben müssen: Ressourcen dort einsetzen, wo wir etwas bewegen können und Gehör finden, nicht an Gesetzen und Strukturen abarbeiten
➔ Fahrtkosten/Erstattungen/Versicherung für EA
➔ Beteiligungsformate
➔ Austausch mit Politik → Sozialausschuss 1x/Jahr ausreichend?
➔ Einschätzung Wolfgang zu Rückgang EA: Engagement erfolgt
„privatisierter“, ohne Anbindung an eine Initiative/Verein → wegen der Entwicklung gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen
➔ Svenja zum Positionspapier: bietet Unterstützung an, Kommunikation über Svenjas Abteilung + EA-Karte ist nicht so schlecht, wie sie teilweise dargestellt wird → gesprächsbereit
➔ Forderung Runde Tische: Lösungen in einzelnen Kommunen vor Ort notwendig, nicht landkreisweit; wegen heterogener Verhältnisse und Strukturen als KoMuT vor Ort coachen
➔ Coaching für EA bzgl. Strukturen in Verwaltung und Politik, mediation mit klarem Ziel
➔ Schulung der IBs, um Koordination des EA besser ausführen zu können
➔ Idee Peer-Group Ausbildung →mittelfristig Konzept entwickeln
➔ Öffentliche Wahrnehmung für EA: Soziale Medien nutzen, zeigen was EA tut, um Ehrenamt anders wahrnehmen zu können
▪ Integrationslotsenkurs
o 10-15 TN erforderlich
o Integrationslotsende sind rein ehrenamtlich auf freiwilliger Basis tätig, ohne Freistellung beim Arbeitgeber
o Module: 30 UE Basismodul, dann Vertiefungsmodul€ recht flexibel gestaltbar
o MiMi: Schulung von Migrant:innen zu gesundheitlichen Themen, die dann Info-Veranstaltungen in ihren Communities durchführen – Begleitet durch HA beim Gesundheitsamt (Angela Benzel), fortlaufendes Schulungsangebot, über
Bereich Gesundheit wird MiMi weiter unterstützt mit 100€
Aufwandsentschädigung pro Veranstaltung
o Hinweis, dass Zuverdienst bei Bürgergeldempfänger:innen angerechnet werden
o Infopool
o Die förderrechtlichen Rahmenbedingungen waren in der Vergangenheit ungünstig, da nicht bedarfsgerecht genug (Mindestteilnehmendenzahl, Umfang Curriculum, Zielgruppen und Laufzeit) Die neue Richtlinie/ das neue Curriculum befindet sich in der Pilotphase. Die KoMuT erprobt eine Durchführung, es gilt Höhe der Förderung im Verhältnis zu Anforderungen im Blick zu behalten.
▪ Stand Freiwilligenagentur Cuxhaven
o Seit Anfang 2025 Jan Beckmann neu bei der Stadt mit Zuständigkeit FA
▪ Schwerpunkte
• Öffentlichkeitsarbeit
• Junges Engagement
▪ Projekte laufen weiter wie:
• Formularfüchse
• Sporadis
o 14.06. Ehrenamtstag
o Runder Tisch des Ehrenamtes wird fortgeführt: Überalterung, Nachwuchsprobleme in allen Bereichen des EA
o Mitmachen & Engagieren - Unser Service für Sie - Cuxhaven
▪ Gute-Praxis-Beispiele Sven Mangels, Welcome Center
o Mitmacher.org: Menschen mit Migrationshintergrund ins Ehrenamt bringen → auch bei Freiwilligenagentur mitdenken!
▪ Kann Schlüssel für Sprache sein, Sprache verbessert sich
▪ 7LiP: Nachweis der Tätigkeit ist für die Migrant:innen sehr wichtig, gute Vorbereitung für einen Beruf
▪ Verkehrsanbindung teilweise problematisch
▪ Im Bereich Küche Probleme mit Schweinefleisch
▪ Durch EA entstehen soziale Kontakte und Netzwerke, die auch beim Berufseinstieg helfen können. Wichtig: Menschen nicht auf EA reduzieren
o Wimookdat.de: Mitarbeiter:innen engagieren sich in ihrem Umfeld – Verbindungen schaffen zwischen Menschen „social day“/“day of caring“
▪ Projekte bekommen Geld von den Firmen
▪ Tool zur Fachkräftegewinnung
▪ In Wulsbüttel gibt es vergleichbares bei Menschen mit Behinderung
o Social Day/ Day of Caring - soziales & ökologisches Engagement von Firmenmitarbeitenden an einem Tag fokussiert (Corporate Volunteering)
o Fachkräfte-Lotsen
▪ Chance: Geflüchtete anders betiteln
▪ Ziel Fachkräftelotsen – Beispiel: in HH Business-Buddy-Programm
▪ Programm 6-10 Personen
• Mentor und Fachkraft
• Austausch in der Gruppe
• Passenden Mentor finden mit Matching Prozess
• Wo finden wir die Lotsen? VerA?
▪ Abschluss/ Anknüpfungspunkte
▪ App Ideen
▪ Handlungskonzept inhaltlich besprechen
▪ Beteiligungsformate für EA und Zugewanderte
▪ Allgemeine Themen für EA (z.B. Fahrtkosten/Erstattungen/Versicherung)
▪ Lokale Konzepte gemeinsam anschauen
▪ 7 Level-Integration-Programm vorstellen
▪ Best-Practice weiter vertiefen
o extra Runde für Stadt Cuxhaven
o weitere (regionale) Treffen
o Neuer Termin in gleicher Runde, wenn HK versendet wurde
▪ Jan Beckmann in Verteiler
T A G E S O R D N U N G
Regionalkonferenz Elbe am Dienstag, den 14. Januar 2025 von 9.30 bis 12.30 Uhr im Ratssaal Cadenberge
Begrüßung und kurze Vorstellungsrunde, nachfolgend Bericht und Austausch der Teilnehmenden:
1. Gesundheitsamt Landkreis Cuxhaven / Informationen zu Skabies (Krätze), Kathrin Eymers & Kathleen Drutjons
o Anzahl gemeldeter Fälle von Gemeinschaftseinrichtungen:
2021: 42 Fälle, 2022: 84 Fälle, 2023:110 Fälle - Einzelpersonen sind darin nicht erfasst, da nicht meldepflichtig
o Ein paar Fakten zu Krätze:
Økleine Milben, die Gänge in die Haut graben und dort Eier ablegen. Dies führt zu Juckreiz (insbesondere nachts).
ØDie Zeit von Ansteckung bis zu ersten Symptomen kann einige Wochen dauern, daher große Ansteckungsgefahr durch Hautkontakt.
ØÜbertragung durch Haut-zu-Haut-Kontakt.
ØWird häufig nicht entdeckt. Diagnostik durch Haus- oder Hautärzt/-innen. ØHeilt nicht von alleine. Milben müssen mit einer Salbe abgetötet werden –
es muss sehr genau eingecremt werden. Auch Kontaktpersonen müssen behandelt werden, sonst kann es schnell zu Reinfektionen kommen. → Alle Kontakte zeitgleich behandeln.
ØMilben können auch außerhalb des Körpers noch ein paar Tage überleben, daher muss zeitgleich mit der Behandlung auch Bettwäsche usw. bei 60°gewaschen werden. →Mechanische Reinigung notwendig, Desinfektion hilft nicht (z.B. Matratzen absaugen).
o Bei Fragen gerne an den Fachbereich Infektionsschutz beim Bereich Gesundheit wenden.
o Wenn Kinder betroffen sind - insbesondere bei wiederholtem Befall - bitte an die örtliche Jugendhilfestation wenden.
2. Gesundheitsamt Landkreis Cuxhaven / MiMi, Angela Benzel
o MiMi´s („mit Migranten für Migranten“) sind Gesundheitsmediator/-innen, die Info-Veranstaltungen zu gesundheitlichen Themen in ihrem Kulturkreis anbieten. Gemeinsam mit der KoMuT wird derzeit ein Integrationslotsenkurs mit Schwerpunkt Gesundheit geplant, in dem neue MiMi´s ausgebildet werden.
o Erster Kurs soll im März starten. Bei genug Nachfrage kann ein weiterer Kurs (mit oder ohne Schwerpunkt Gesundheit) im September durchgeführt werden.
o Umfang des Kurses: Ca. 30 UE (Unterrichtseinheiten á 45 min.) + Vertiefungsseminare.
o Es gibt noch aktive MiMis, die bei Bedarf auch jetzt schon Info-Veranstaltungen durchführen könnten.
o Kontaktdaten im Flyer (siehe Anhang)
o Wenn Veranstaltungen durchgeführt werden, erhalten ausgebildete MiMis eine Aufwandsentschädigung vom Landkreis, Bereich Gesundheit.
èEin Lotsenkurs kann allgemein oder mit Schwerpunkt Gesundheit durchgeführt werden. 15 Teilnehmende sind notwendig. →Bei Interesse bitte an Angela Benzel oder Birte Osterndorff wenden.
3. Flüchtlingsinitiative „Cadenberge hilft“, Clivia Häse & Christa Wiese
o Zulauf auch von Deutschen, die Unterstützung benötigen – insbesondere Antragsbearbeitung.
o Zahl der Ehrenamtlichen hat abgenommen (von ca. 80 in 2015 gesunken auf ca. 30 Ehrenamtliche heute). →Bedarfsmeldung der Ehrenamtlichen: Unterstützung durch Verwaltung. Es bräuchte hauptamtliche Fallmanager/-innen.
o Wunsch: Stammdaten vom LK direkt an JC übermitteln, mit entsprechender Einverständniserklärung
o Jeden 2. Samstag im Monat findet weiterhin das InCaCa im Gemeindehaus der Kirche statt.
o 13.02. auf dem Wochenmarkt Cadenberge: 3 demokratische Parteien kommen gemeinsam, um ein Zeichen gegen die AFD zu setzen.
o BI feiert dieses Jahr 10-jähriges Jubiläum.
4. Ehrenamt Otterndorf, Christine Schwan-Schreiber, Poldi Grefe, Maria Jarowoy & Monika Meding
o Internationaler Frauentag am 08.03.25: Fest auch in diesem Jahr wieder geplant →suchen noch Menschen die helfen (siehe Anhang)
o Gruppe ehrenamtlich Aktiver wird stetig kleiner und älter.
o Gemeinschaftsgarten in Otterndorf als Begegnungsstätte wird gut angenommen.
o Jeden Mittwoch von 10.00-12.00 Uhr Beratung durch Gisela Penteker im Hadler Forum. Parallel sind Ehrenamtliche vor Ort und unterstützen bei Anträgen/Formularen.
5. Samtgemeinde Börde Lamstedt, Hadil AbuQasem
o 126 Geflüchtete, davon 54 aus der UKR, derzeit keine Neuzuweisungen
o Im Oktober ist ein Sprachkurs der LEB gestartet, der bis Ende Mai laufen soll.
6. Arbeitskreis „Willkommen“ Lamstedt, Anke Brüning
o Arbeitskreis Willkommen ist ein kleiner Kreis von Ehrenamtlichen, die Geflüchtete begleiten bzw. unterstützen.
o 1x pro Woche findet ein ehrenamtlicher Deutschkurs statt.
7. Samtgemeinde Hemmoor, Chiraz Kawar & Malte Fischer
o 234 UKR in Gemeinde, 159 Wegzüge, in Gemeindewohnungen untergebracht sind noch 78 Pers. im Asylverfahren
o Vorhalten von Wohnraum ist große Herausforderung, stoßen derzeit einige Objekte wieder ab.
o Ärgernis über Familien/ Personen, die zugewiesen und nach 2 Wochen abgeschoben wurden, erste Integrationsmaßnahmen wurden angestoßen und haben Ressourcen gebunden (Schulanmeldungen, Antragstellungen, etc.) → Verschwendung von Ressourcen
8. Bildungsträger/ Sprachkurse
o VHS im Landkreis Cuxhaven, Marie-Louise Rendant
ØHohe Anmeldezahlen, lange Wartezeiten, Kapazitäten sind ausgeschöpft ØKürzungen durch BAMF: Wiederholerstunden nur noch bei Alpha
möglich, Frauen-, Eltern- und Jugendintegrationskurse dürfen nur noch bis 30.04. beginnen
ØGgf. 2. Alpha-Kurs in Cuxhaven geplant, bei ausreichend Nachfrage ØJugendintegrationskurs: Praktikumsplätze1 für Teilnehmende im Zeitraum
24.02. bis Ende März für 2 Wochen gesucht, erreichbar von Cadenberge/ Hemmoor →ggf. über Gewerbevereine →bei Kontakten oder Ideen gerne an den JMD, Vera Nickels weitergeben
1 In den Bereichen Verwaltung, Reederei, Elektrotechnik, Journalismus/ Öffentlichkeitsarbeit, Sportvereine/ Fitnessstudio, Bekleidungsgeschäfte, IT
ØIn Otterndorf werden noch neue Kurse beginnen, es gibt allerdings keine freien Plätze mehr
o Berufsbildungswerk Cadenberge, Info vertretungsweise durch Anne Gryczan ØIn Land Hadeln derzeit keine Kurse und auch keine in Planung ØLandesgeförderte Kurse in Cuxhaven (Freie Ev. Gemeinde, Mozartstr. 21):
Seit 13.01.25 bis voraussichtlich 28.06.2025 (Montag bis Donnerstag) B2 Kurs mit 300 UE (keine freien Plätze), B1 Vormittagskurs mit 122 UE geplant mit Start 05.02.2025 bis 07.06.2025 (Dienstag bis Donnerstag).
ØSilke Tölken wird vorläufig (auf unbestimmte Zeit) nur noch sehr eingeschränkt als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen. Daher sind Anfragen ab sofort an ihre Kollegin Julia Pleyn zu richten unter Julia.pleyn@bbw-cadenberge.de (Frau Tölken in CC) oder telefonisch an 04141/407588-23
o EEB Stade, Michael Günther (Kontakt siehe Anhang) ØSeit 1 Jahr im Amt
ØEEB arbeitet eng mit BBW Cadenberge zusammen ØAufgabe EEB: Finanzhilfe des Landes in die Fläche tragen
▪ Bei konkreten Ideen, gerne Kontakt aufnehmen ØEigene Bildungsaktivitäten sind bspw. ehrenamtliche Lesepaten in
Grundschulen, Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten für Menschen mit Migrationsgeschichte & Ehrenamtliche, EOK in Harsefeld ab 01.02.25;
Grundsätzlich wird gesamtes Bildungsspektrum abgedeckt ØRegionales Grundbildungszentrum ist bei EEB angesiedelt
9. Jobcenter Hemmoor, Peter Matz
o Kunden haben elektronischen Zugang über JC-digital und seit 14.01.25 auch über die JC-App. Noch nicht möglich ist, dass Dritte (gesetzliche Betreuer) Unterlagen für Kunden hochladen können.
o JC-App: mit Zugangsdaten für JC-digital. Bei Schwierigkeiten mit der Technik, kann ggf. im Vor-Ort-Termin gemeinsam die App installiert werden.
o Elektronische Zugänge bringen Vorteile in der Zuordnung und der Geschwindigkeit der Bearbeitung.
o Neu: Seit 01.01.25 sind direkte Durchwahlen - auch für Leistungsabteilung -auf der Homepage veröffentlicht (Anhand der BG-Nummer - letzten 2 Ziffern). Bei Neukunden gibt es Sammelrufnummer für gesamtes Jobcenter. Persönliche Vorsprache weiterhin möglich →nur für Kurzabsprachen. Bei größeren Anliegen (wie Neuantrag) nur mit Termin. Leistungsabteilung zwischen 10 und 12 Uhr erreichbar (außer Dienstag), Vermittlung zu den jeweiligen Arbeitszeiten, Sammelrufnummer von 8 bis 10 Uhr erreichbar → Link zur Homepage mit weiteren Infos
o Analoger Weg und persönliche Beratung vor Ort sind weiterhin möglich.
o Bei Terminbuchung angeben, wenn Dolmetschende benötigt werden – mit Angabe der Sprache.
o Vorläufige Haushaltsführung: Haushalt für 2025 war ohnehin sehr eingeschränkt und so nun noch eingeschränkter →Fördermöglichkeiten mussten daher zunächst aufs notwendigste beschränkt werden.
o Zur Kompensation der knappen Finanzen ist gemeinsam mit Standort Cux eine ESF-geförderte Maßnahme geplant ab 01.03. für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu Hauswirtschaft und Pflege
o Änderung bei der Finanzierung von beruflicher Weiterbildung und Maßnahmen für Rehabilitanten: Beratung findet weiterhin statt, Finanzierung läuft aber über BA.
o Sprache: Einschränkungen im BAMF-Angebot: BAMF finanziert ab 01.05. keine Jugendintegrationskurse mehr, nur noch allgemeine und Alpha-Kurse & Wiederholerstunden nur noch bei Alpha möglich. BSK: vorläufig nur B2-Kurse und Job-BSK (in der Regel im Betrieb)
o Einmündung in Arbeits-/Ausbildungsmarkt: bis 15.11.24 am Standort Hemmoor 380 Personen integriert, davon 104 nicht deutsch und davon 34 UKR + 33 aus 8 Hauptherkunftsländern →Steigerung von 14% am Standort Hemmoor
o Hr. Tabra verlässt JC zum 31.01.25, Nachfolge noch unklar. Ansprechpartner für Sprachkursträger o.ä. ist vorläufig Hr. Matz (Kontakt Hr. Matz im Anhang)
10. Beratungsstellen
o Caritas / Welcome Center, Sven Mangels
ØStart des Welcome Center Elbe-Weser ab Mitte Februar, Projekt ist noch nicht online
ØZiel: Fachkräfte, die schon in Arbeit sind weiter unterstützen & Fachkräftemangel entgegenwirken →Infoveranstaltungen
ØKontakt zwischen Firmen und Fachkräften herstellen – Vermittlung/ Matching, Konzept Fachkräftelotsen
ØStrukturen werden gerade aufgebaut, für 3 Landkreise zuständig (Cuxhaven, Stade & Rotenburg)
ØPersonen, die Anerkennung haben, können sich gerne an Sven wenden (Kontaktdaten siehe Anhang)
ØKinofilm „Ankommen in Deutschland“ auch auf YouTube, Film darf auch gezeigt werden, dann bitte Info an Ute Feldt. Vernissage/ Ausstellung passend dazu – kann ebenfalls über Ute Feldt verliehen werden. →Für Links zum Film/Infos zur Ausstellung/Kontakt Ute Feldt.
o Caritas / Migrationsberatung, Brunilda Kupa
Ø2 Stellen Migrationsberatung und 1 Stelle MBE gehen weiter; IQ geht ebenfalls bis Ende 2025 weiter, danach ungewiss; Rückkehrberatung läuft ebenfalls weiter – neu: seit 10.01.25 wird freiwillige Rückkehr nach Syrien unterstützt
ØViele Anfragen von Syrern, meist wenn noch im Asylverfahren, auch Fragen zu Familiennachzug
ØZunahme an Anfragen bzgl. finanzieller Unterstützung (auch Deutsche), auch von Berufstätigen
o Paritätischer / Migrationsberatung, Silvia Burianova
Ø300 Geflüchtete aus der UKR in Land Hadeln, derzeit laufen 3 Integrationskurse, 1 Zweitschriftlernerkurs & 1 Ehrenamtlicher Sprachkurs für UKR
ØInsgesamt hohes Arbeitsaufkommen
o Paritätischer / Jugendmigrationsdienst, Vera Nickels
ØFörderung des Bundes für 1 ½ Stellen für den Landkreis Cux - wurde für dieses Jahr gekürzt, Folge: Stundenreduzierung
ØBitte: 3. Jugendintegrationskurs mit SBB geplant in Cuxhaven (Bahnhofstr.) →wer noch Teilnehmende hat, gerne an JMD wenden bzw. dorthin schicken, 16-26 Jahren, wenn Schulpflicht erfüllt
ØViele Kunden in der Beratung, die hoch verschuldet sind
o Paritätischer / GWA Hemmoor, Manja Fritzsche
ØWohnungsmarkt ist großes Thema: Zwangsräumungen, Neiddebatte am Wohnungsmarkt nimmt zu & verstärkt Rassismus, kein Wohnraum vorhanden
o Paritätischer / Jugendsozialarbeit PACE, Elvira Pfeiffer ØSeit 01.05.24 ist Projekt gestartet
ØJunge Menschen zwischen 14-26 Jahre werden begleitet. Sitzt in Hemmoor im Jugendzentrum und ist für den Ostkreis zuständig, ab Hemmoor bis Bederkesa (Flyer im Anhang)
o Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge Niedersachsen (NTFN), Maria Hurtado
ØBedarf ist weiter gestiegen, insbesondere bei kolumbianischen und ukrainischen Personen
ØKeine Überweisung o.ä. notwendig ØNTFN bietet auch Fortbildungen an
o DRK / Ehrenamtskoordination, Nicole Rüsch ØSitzt in Otterndorf
ØBisher wenig Berührungspunkte mit Geflüchteten
11. Landkreis Cuxhaven / KoMuT, Birte Osterndorff & Anne Gryczan o 1. Fassung des Handlungskonzepts ist fertig
o Zusätzlich zu den ReKos möchte die KoMuT mit Fokusgruppen in die Handlungsfelder eintauchen
o Geplante Übersetzungen von Integreat in weitere Sprachen ist aufgrund von Haushaltssperre vorläufig nicht möglich (voraussichtlich erst ab Mai/Juni 2025)
o Aktuelles zur Bezahlkarte (VISA):
ØDer Landkreis orientiert sich bei der Umsetzung an den Vorgaben des Landes.
ØIm ersten Schritt sollen Bezahlkarten in der LAB an Personen ausgegeben werden, die noch längere Zeit in der LAB verbleiben; neu ankommende Geflüchtete bringen dann bereits eine Karte mit, die hier genutzt werden soll.
ØVoraussichtlich ab Mai 2025 soll dann im zweiten Schritt auch der Landkreis Karten für bereits hier lebende Leistungsberechtigte ausgeben können; ein genauer Zeitplan steht noch nicht fest.
ØGrundleistungsempfänger/-innen erhalten ihre Leistungen dann ausschließlich über die Bezahlkarte, Analogleistungen sind davon nicht betroffen (nach 36 Monaten).
ØJede Person über 18 erhält eine eigene Bezahlkarte mit seinen/ihren Leistungen, Leistungen Minderjähriger werden auf Karte der sorgeberechtigten Person gebucht.
ØPro leistungsberechtigte Person darf ein Bargeldbetrag i.H.v. 50 Euro abgehoben werden.
ØAusschluss von Überweisungen ins Ausland, Karte-zu-Karte-Überweisungen, Einsatz der Karte im Ausland, Money-Transfer-Services
ØBezahlung von Waren u. Dienstleistungen im Internet innerhalb Deutschlands grundsätzlich zulässig (Blacklist seitens des Landes möglich)
ØKarte ist bundesweit einsetzbar.
ØKostenlose Bargeldabhebung in Einzelhandelsgeschäften möglich, Abhebegebühren an Geldautomaten müssen durch Leistungsberechtigten selbst getragen werden.
ØEinsicht in den Kontostand durch den Landkreis/Bereich Soziales ist nicht möglich.
ØZukünftig soll auch die eingeschränkte Möglichkeit von SEPA-Überweisungen und Lastschriften zugunsten freigeschalteter Bankverbindungen (sog. Whitelist) ermöglicht werden.
