Wir sind sehr betroffen - Reinhold ist gestorben.
Er war immer - auch für unsere Arbeit in der Flüchtlingshilfe - dabei.
Hat uns ideell und finanziell unterstützt.
Wir wünschen, dass er dort wo er jetzt ist, endlich den Frieden findet, für den er sich „auf Erden“ so sehr eingesetzt hat.
Danke Reinhold!
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Lernen trotz Flucht? Für Millionen Kinder weltweit bleibt Bildung unerreichbar
Reinhold Friedl, UNO-Flüchtlingshilfe: Ein Kind kann nicht auf Bildung warten.
Inmitten von Krieg und Konflikten wird Bildung oft als entbehrliches Privileg angesehen. Dabei ist Bildung kein Luxus, sondern ein grundlegendes Menschenrecht. Doch oft fehlen die Mittel, betont Prof. Dr. Reinhold Friedl, Leiter der UNO-Flüchtlingshilfe für Norddeutschland, anlässlich des Internationalen Tags der Bildung (24.1.): 41 Prozent aller Flüchtlinge weltweit sind minderjährig, darunter sind rund 12,4 Millionen Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter – und fast die Hälfte von ihnen hat keinen Zugang zu Bildung. Gerade für junge Flüchtlinge ist Schule jedoch entscheidend, um in der Fremde eine neue Zukunft aufzubauen.
„Bildung schützt, stärkt und befähigt. Für geflüchtete Menschen ist Bildung oft der entscheidende Schritt aus Abhängigkeit und Unsicherheit hin zu Selbstbestimmung – und der Schlüssel zu einer eigenen Zukunft“, so Friedl, früher beim UNO- Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) in Genf, international für Bildung von Flüchtlingen hzuständig. "Ob Schule, Ausbildung oder Studium: Bildung eröffnet Perspektiven, stärkt Selbstvertrauen und schafft die Grundlage für ein selbstständiges Leben.
Rund 5,7 Millionen junge Flüchtlinge können keine Schule besuchen.
Während weltweit über 90 Prozent aller Kinder im Grundschulalter in die Schule gehen, sind es bei Flüchtlingskindern nur 67 Prozent. Und danach wird die Lücke noch dramatisch größer: Weltweit bekommen über 80 Prozent aller Kinder eine weiterführende Schulbildung – bei Flüchtlingen sind es nur 37 Prozent. Die Chance, sich durch eine Hochschulbildung zu qualifizieren, haben weltweit über 40 Prozent der jungen Menschen – jedoch nur 9 Prozent der Flüchtlinge. Doch so dramatisch die Zahlen auch sind, zeigt sich immerhin ein Hoffnungsschimmer: Wenn auch auf sehr niedrigem Niveau steigen die Zahlen der Studierenden mit Fluchterfahrung an Hochschulen leicht an. Dafür sorgt u. a. ein 1992 von der Bundesregierung gegründetes und von UNHCR umgesetztes Programm: Die Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein (DAFI) vergibt Stipendien an begabte Flüchtlinge für ein Bachelorstudium im Aufnahmeland. Unterstützt wird DAFI auch durch Spenden über die UNO-Flüchtlingshilfe.
Prof. Dr. Reinhold Friedl, Cuxhaven; Leiter der UNO-Flüchtlingshilfe für Norddeutschland
Kontakt: Dr. Reinhold Friedl, T: 04721/39 90 49
