Berlin zählt weiter Hunderte rassistische Übergriffe pro Jahr
Rassistische und rechte Angriffe gehören in Berlin weiter zur bedrückenden Normalität. Besonders alarmierend: Unter den Betroffenen sind auch Kinder. ReachOut spricht von Alltagsterror – und wirft dem Senat mangelnden Schutz vor.
Dienstag, 21.04.2026,
Die Opferberatung Reachout hat im vergangenen Jahr 358 rassistische oder rechtsextreme Übergriffe auf andere Menschen in Berlin erfasst. 545 Menschen seien dabei bedroht, beleidigt, verletzt oder gejagt worden, wie die Beratungsstelle in ihrer Jahresbilanz mitteilte. Unter den registrierten Opfern seien 43 Jugendliche und 25 Kinder gewesen.
In den vergangenen Jahren lagen die Zahlen in einem ähnlichen Bereich – im Vorjahr 2024 wurden von Reachout 328 derartige Übergriffe gezählt, 2023 waren es 355.
Die Initiative erklärte, es gebe weiterhin eine hohe Dunkelziffer nicht gemeldeter Taten. „Ein Großteil der Taten bleibt der Öffentlichkeit verborgen – dabei ist Rassismus weiterhin das häufigste Tatmotiv.“ Reachout kritisierte, der Berliner Senat komme seiner Schutzpflicht nicht nach.
208 rassistische Übergriffe
Von den 358 Übergriffen seien 208 rassistisch motiviert gewesen, hieß es. Mindestens 37 davon seien antimuslimisch, 28 hätten sich gegen schwarze Menschen gerichtet. In weiteren 71 Fällen hatten die Täter ihre Opfer als politische Gegner im Visier. Bei 65 Fällen ging es demnach um Feindlichkeit gegen Homosexuelle und Transpersonen.
Selbst im ungünstigsten Fall sind es 379 Euro, meist aber noch deutlich mehr: Vollzeitarbeit zum Mindestlohn führt stets zu höheren Einkommen als das Bürgergeld – wenn Wohngeld und Co. beantragt werden.
👉 Zur WSI-Untersuchung: t1p.de/194aa
Noch mehr zum Bürgergeld:
Falschbehauptung zum Bürgergeld: Ausgaben steigen nicht – sie sinken
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Das Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) hat anhand der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) nachgewiesen: Die Ausgaben für das Bürgergeld sind nicht gestiegen, sondern seit Jahresbeginn 2025 leicht gesunken.
👉 Hintergrund: biaj.de (Kurzmitteilung)
Zusammengefasst:
Ergebnis:
Die Bundesregierung wie auch die AfD rechtfertigen die geplante Reform des SGB II mit „immer weiter steigenden Kosten“.
Die amtlichen Zahlen zeigen jedoch das Gegenteil: Die Ausgaben sinken und
die Regierung operiert wissentlich mit falschen Zahlen, um damit ihre Gesetzesverschärfungen zu begründen.
Kritik am Statistischen Bundesamt: Armutsquoten sollen kleingerechnet werden
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In einem offenen Protestbrief werfen rund 30 Armutsforscher:innen dem Statistischen Bundesamt vor, die Armutsquoten in Deutschland systematisch zu kleinzurechnen.
Unterzeichner sind u. a. der langjährige Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, sowie der Kölner Sozialwissenschaftler Christoph
Butterwegge.
👉 Mehr dazu: t1p.de/gzm3y
