GEWALT UND VERTREIBUNG

Krieg treibt Menschen in die Flucht – auch nach Europa

Der Sudan erlebt die größte Vertreibungskrise der Welt, doch internationale Hilfe bleibt lückenhaft. Während Millionen in der Region festsitzen, wird der Krieg für immer mehr Menschen auch zur lebensgefährlichen Route Richtung Europa. Rund 14.000 sind nach UN-Angaben bereits über das Mittelmeer geflohen.

Dienstag, 14.04.2026, 12:59 Uhr

Mit etwa 11,6 Millionen Flüchtlingen und Binnenvertriebenen hat der Bürgerkrieg im Sudan die nach UN-Angaben größte humanitäre Krise der Welt ausgelöst. Etwa 4,5 Millionen Menschen sind aus dem Sudan in die Nachbarstaaten geflüchtet – doch mangelnde Perspektiven und die Ungewissheit über ein Ende des seit drei Jahren andauernden Krieges trieben viele von ihnen weiter, sagte Mamadou Dian Balde, Regionaldirektor des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Nairobi. „Menschen kommen in Griechenland an, in Italien, in Spanien.“

Bisher seien bereits knapp 14.000 Geflüchtete aus dem Sudan in Europa über das Mittelmeer eingetroffen. Mehr als eine halbe Million ist bereits in Libyen.

Krieg bedroht regionale Stabilität

„Tatsache ist, wenn es keine Investitionen in den (Nachbar-)Ländern gibt, die Flüchtlinge aufgenommen haben und bereits teilen, was sie haben, werden die Leute weiterziehen“, sagte Balde kurz vor der dritten internationalen Sudan-Konferenz am Mittwoch in Berlin. „Wenn sie nichts zu verlieren haben, was sollen sie sonst tun?“ Wer glaube, dass der Konflikt weitergehe, ohne die Stabilität der übrigen Staaten in der Region zu beeinflussen, mache einen großen Fehler.

Mehr Geld für Hilfe benötigt

Mit Blick auf die großen Finanzierungslücken für die Hilfsprogramme für die sudanesischen Flüchtlinge betonte Balde, wer nicht wolle, dass die Menschen in die eigenen Länder kommen, investiere besser in die Aufnahmeländer und die dortigen Unterkünfte für Geflüchtete. „Dann können wir den Appetit der Menschen auf die gefährliche Weiterreise eindämmen und die Gefahr, dass sie in die Hände von Menschenhändlern geraten.“

 

Angesichts der großen Not der Flüchtlinge innerhalb und außerhalb des Sudans sowie massiver Gewalt besonders gegen Frauen und Mädchen müsse die humanitäre Hilfe aufgestockt werden, forderte Balde. „In den 27 Jahren meiner Arbeit habe ich nichts Vergleichbares gesehen, so massive Menschenrechtsverletzungen und sexuelle Gewalt.“ (dpa/mig)

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Pressemitteilung

15.04.2026
 
Sudan nach drei Jahren Krieg: Zivilgesellschaft fordert konkrete politische Schritte statt symbolischer Maßnahmen
 
Anlässlich der internationalen Sudan-Konferenz am 15. April 2026 in Berlin richten Landesflüchtlingsräte, SudanUprising Germany  und borderline-europe e.V  einen dringenden Appell an die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft. Sie fordern, über rein symbolische Unterstützung hinauszugehen und endlich verbindliche politische Maßnahmen zu ergreifen. Im Mittelpunkt stehen dabei ein aktiver Beitrag zur Beendigung des Krieges, wirksamer Schutz für Geflüchtete sowie sichere und verlässliche Aufenthaltsperspektiven in Deutschland.
 
Drei Jahre nach Ausbruch der Kämpfe zwischen den Rapid Support Forces (RSF) und der sudanesischen Armee hat sich die Lage zu einer der schwersten humanitären Krisen weltweit entwickelt. Millionen Menschen sind auf der Flucht – innerhalb des Landes und über dessen Grenzen hinaus.
 
Internationale Konferenzen in den vergangenen Jahren, unter anderem in Paris (2024) und London (2025), haben zwar finanzielle Zusagen hervorgebracht, jedoch keine nachhaltigen Fortschritte bei der Eindämmung der Gewalt erzielt. Umso dringlicher ist es, humanitäre Hilfe auszuweiten, sichere Fluchtwege zu schaffen und den Schutz für Geflüchtete in Europa und insbesondere in Deutschland zu verbessern.
 
Derzeit fehlen legale und sichere Zugangswege nahezu vollständig. Programme wie Resettlement wurden ausgesetzt, obwohl der Schutzbedarf massiv gestiegen ist. Gleichzeitig drohen durch die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) weitere Einschränkungen. Bereits jetzt zeigt sich an den EU-Außengrenzen eine zunehmende Kriminalisierung Schutzsuchender – etwa durch Inhaftierung oder strafrechtliche Verfolgung. Dublin-Überstellungen verschärfen die Situation zusätzlich, da sie Geflüchtete in Länder zurückführen, in denen solche Praktiken dokumentiert sind. Auch innerhalb Deutschlands bleibt die Situation vieler Geflüchteter unsicher, da Aufenthaltstitel häufig nur befristet erteilt werden.
 
„Die Zahl der Menschen aus dem Sudan, die in Deutschland Schutz finden, steht in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Ausmaß der Vertreibung. Während weltweit Millionen betroffen sind, erreichen nur wenige tausend Asylanträge pro Jahr Deutschland. Diese Diskrepanz ist Ausdruck einer restriktiven Politik, die den Zugang zu Schutz erheblich einschränkt“, erklärt Adam Baher vom Flüchtlingsrat Berlin.
 
Die unterzeichnenden Organisationen fordern daher:
 
  • Konsequente Sanktionen gegen die Kriegsökonomie: Maßnahmen gegen Personen, Unternehmen und Netzwerke, die den Konflikt ermöglichen oder wirtschaftlich davon profitieren.
  • Strenge Kontrolle von Waffenexporten: Es muss sichergestellt werden, dass keine Waffen aus Deutschland in den Sudan-Konflikt gelangen, einschließlich transparenter Endverbleibskontrollen.
  • Wiederaufnahme humanitärer Aufnahmeprogramme: Programme wie Resettlement müssen dringend reaktiviert werden, um sichere Fluchtwege – insbesondere für besonders schutzbedürftige Menschen – zu gewährleisten.
  • Schutzrechte sichern und Kriminalisierung beenden: Der Zugang zu Asyl darf nicht weiter eingeschränkt werden. Dublin-Überstellungen in Staaten mit dokumentierten Menschenrechtsverletzungen müssen ausgesetzt werden.
  • Verlässliche Aufenthaltsperspektiven schaffen: Geflüchtete benötigen langfristige Sicherheit. Abschiebungen in den Sudan müssen ausgeschlossen werden.
Ein nachhaltiger Friedensprozess kann nur gelingen, wenn die sudanesische Zivilgesellschaft, die Diaspora sowie unmittelbar betroffene Menschen aktiv einbezogen werden. Dennoch bleiben ihre Stimmen in internationalen politischen Prozessen bislang oft unterrepräsentiert.
 
„Auf internationalen Konferenzen wird viel über Sudan gesprochen – aber viel zu selten mit uns. Dabei sind wir diejenigen, die täglich mit den Folgen dieses Krieges leben, sowohl hier als auch mit unseren Familien vor Ort. Was wir brauchen, sind nicht nur neue Versprechen, sondern echte Verantwortung: sichere Wege für Geflüchtete und klare politische Konsequenzen für alle, die zu diesem Krieg beigetragen haben“, sagt Hassan Nugud von der Sudan Community.
 
Die unterzeichnenden Organisationen kritisieren daher die unzureichende Einbindung sudanesischer Perspektiven in die Berlin Konferenz und fordern eine stärkere, verbindliche Beteiligung in allen relevanten Entscheidungsprozessen.
 
 
Organisationen
Flüchtlingsrat Berlin 
Flüchtlingsrat Schleswig- Holstein e.V.
Flüchtlingsrat Hamburg e.v.
Flüchtlingsrat Bremen
Flüchtlingsrat RLP e.V.
Flüchtlingsrat Niedersachsen  e.V.
Förderverein des Brandenburgischen Flüchtlingsrat e.V.
Flüchtlingsrat Baden Württemberg
SudanUprising Germany  
borderline-europe e.V

Die Situation im Sudan und was Deutschland jetzt tun muss

08.05.2023 
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Deutliche Zeichen der Machtkämpfe im Sudan: Rauch über der Hauptstadt Khartum. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Marwan Ali

Die Lage im Sudan ist verheerend. Seit Mitte April tobt ein Machtkampf zwischen dem Militär (SAF) und paramilitärischen Kräften (RSF). PRO ASYL hat mit Mustafa Hussein, Aktivist bei Sudan Uprising Germany und Mitarbeiter beim Flüchtlingsrat Brandenburg, zur aktuellen Lage und Hintergründen gesprochen.

Seit dem 15. April 2023 sind im Sudan zwischen dem sudanesischen Militär (SAF) und den paramilitärischen Milizen (RSF), die sich seit 2021 gemeinsam an der Macht befanden, kriegerische Auseinandersetzungen ausgebrochen. Es wäre jedoch zu einfach, dies lediglich als innenpolitischen Konflikt abzustempeln. Denn sowohl Europa als auch andere geopolitische Player, wie z.B. Russland, haben in den letzten Jahren dazu beigetragen und tun dies noch heute, dass die Situation nun eskaliert. Darunter leiden am allermeisten die Zivilist*innen im Sudan.

 

PRO ASYL: Lieber Mustafa, vielen Dank, dass du deine Expertise zum Konflikt im Sudan mit uns teilst. Vielleicht zunächst die Frage, wie ist die Situation derzeit vor Ort, was berichten dir Freund*innen und Verwandte?

Mustafa Hussein: Wir haben enormen Stress. Aktuell sollte gestern eine Feuerpause stattfinden (Anm. Das Interview wurde am 25. April geführt), die nicht mal eine Stunde gehalten hat. Somit wurde das Wenige, was erreicht wurde, sofort wieder zu zerstört. Die Kämpfe sind immer noch allgegenwärtig z.B. in Khartum, allerdings etwas weniger sichtbar als letzten Samstag. Aber jetzt ist die humanitäre Situation eine völlige Katastrophe. Mehr als 70 % der Krankenhäuser funktionieren nicht mehr, die medizinische Versorgung ist zusammen gebrochen. Es gibt auch keinen Strom, deshalb auch vielerorts kein Wasser und viel zu wenig Nahrungsmittel. Lebensmittel wie beispielsweise Brot kosten jetzt sehr viel Geld. Außerdem fällt das Internet ständig aus, sodass die Menschen sich weder kontaktieren noch informieren können. Bis jetzt sind in unserer Hauptstadt 178 Menschen getötet wurden. Tausende haben die Stadt verlassen oder versuchen es.

»Mehr als 70 % der Krankenhäuser funktionieren nicht mehr, die medizinische Versorgung ist zusammen gebrochen. Es gibt auch keinen Strom, deshalb auch vielerorts kein Wasser und viel zu wenig Nahrungsmittel.«

Mustafa Hussein, Aktivist Sudan Uprising Germany

PRO ASYL: Versuchen die Menschen, nicht nur die Stadt, sondern auch das Land zu verlassen?

Mustafa Hussein: Ja genau, viele Menschen versuchen zu fliehen. Aber es ist sehr schwierig. Entweder nach Osten, nach Libyen oder in den Norden nach Ägypten, wie viele Freund*innen und Bekannte von mir. Aber viele fliehen auch in den Südsudan. Wir bekommen unterschiedliche Nachrichten von den Regierungen der angrenzenden Länder, die den Berichten von unseren Bekannten, Verwandten und von Aktivist*innen von den Grenzen widersprechen. Ägypten sprach zum Beispiel in der Öffentlichkeit von offenen Grenzen für sudanesische Flüchtlinge. Es gibt tatsächlich seit zwölf Jahren einen Deal mit dem Sudan, dass Frauen, Kinder und Männer unter 18 oder über 50 Jahre visumfrei einreisen können. Insofern ist das nichts Neues. Und trotzdem hören wir auch von dort von Zurückweisungen an der Grenze.

PRO ASYL: Gab es einen Auslöser, der zum Ausbruch des aktuellen Konflikts geführt hat?

Mustafa Hussein: Vorab muss ich sagen, dass ich mit 10-jähriger politischer Erfahrung auch im Sudan, so wie auch viele andere politisch Aktive, nicht davon ausgehe, dass dieser Konflikt bald beendet werden kann. Der Konflikt war schon da, er hat einen politischen Hintergrund, der sich seit über fünf Jahre aufgebaut hat und jetzt sichtbar wird. Wir alle wissen, dass es 2018 eine Revolution im Sudan gab, woraufhin der damalige Diktator Omar al-Bashir gestürzt wurde und ein Bündnis aus Militär (SAF), der Miliz (RSF) und Zivilist*innen der Revolution die Regierung übernahm.

 

Die Koalition nannte sich FFC – Forces of Freedom an Change. Und dieses Bündnis wurde auch von der Europäischen Union unterstützt, weil es ihr wichtig war, die Miliz an der Macht zu behalten. Die Miliz ist sehr wichtig für Europa und Deutschland, schon während der Diktatur von Omar al-Bashir haben sie mit ihr wegen des »Grenzschutzes« zusammen gearbeitet. Für diese Zusammenarbeit gibt es ein bekanntes Abkommen von 2015, mit dem Namen »Khartoum Prozess«.

 

Allerdings war schon damals die wichtige Rolle der Miliz (RSF) bei den Gräueltaten, Morden und Vergewaltigungen von Zivilist*innen in Darfur bekannt, die quasi gleichzeitig stattfanden. Trotzdem schloss die EU und auch Deutschland genau mit dieser Miliz das Abkommen. Inhalt war u.a. die finanzielle Unterstützung der Miliz durch die Europäische Union, um so die Grenzen Sudans »zu schützen«, da der Sudan ein sehr wichtiges Transitland für geflüchtete Menschen z.B. aus Eritrea, Somalia und Äthiopien auf dem Weg nach Nordafrika und Europa ist. So konnte sich die Miliz vergrößern, bewaffnen und stärker werden.

 

Als dann die Revolution 2018 den damaligen Diktator Omar al-Bashir stürzte, sah die Miliz ihre Chance gekommen. Und Deutschland und die Europäische Union unterstützen die Miliz als Teil der neuen Regierung. Kurz nach dem Sturz des Diktators reiste Heiko Maas in den Sudan, um Gespräche zu führen und den Khartoum-Deal auch unter der neuen Regierung zu fortzuführen.

»Seit dem Putsch 2021 regierten Militär und Miliz zusammen, standen jedoch immer im Kampf um die Macht. Dieser Machtkampf ist nun aktuell sichtbar ausgebrochen.«

Mustafa Hussein, Aktivist Sudan Uprising Germany

In der neuen Regierung waren also dann das Militär, die Miliz und ein Zivilist*innenbündnis, das die Revolution geführt hatte (FFC – Forces of Freedom an Change). Diese Regierung wurde jedoch entgegen aller Versprechen von Militär und Miliz 2021 geputscht und der demokratische Prozess zerstört. Sie brachten sehr viele Zivilist*innen ins Gefängnis. Seit dem Putsch 2021 regierten Militär und Miliz zusammen, standen jedoch immer im Kampf um die Macht. Dieser Machtkampf ist nun aktuell sichtbar ausgebrochen. Wichtig zu sagen ist auch, dass viele Unterstützer aus der ehemaligen Diktatur von al-Bashir auch heute noch im Hintergrund im Militär agieren. Sie haben auch immer wieder Vorstöße der Zivilist*innen, ein Abkommen mit der Militär-Miliz-Regierung zu schließen, blockiert.

PRO ASYL: Aber warum ist der Konflikt genau jetzt sichtbar ausgebrochen?

Mustafa Hussein: Anfang April dieses Jahres hat die Miliz versucht, einen Flughafen zu besetzen und so eine Abmachung mit dem Militär gebrochen. Die Miliz brauchte den Flughafen, um enger mit der russischen paramilitärischen Wagner Söldner-Gruppe zusammenarbeiten zu können, auch für den Ein- und Ausflug von Waffen. Das Militär forderte die Miliz auf, den Flughafen zu verlassen und drohte Waffengewalt an. So brach der jetzt sichtbare bewaffnete Konflikt aus. Es gibt natürlich verschiedene Versionen darüber, aber diese ist für uns Aktivist*innen die glaubwürdigste.

PRO ASYL: Wir haben ja gehört, wie sehr Europa und Deutschland in den politischen Konflikt verwickelt sind. Was erwartest du jetzt von Deutschland und Europa?

Mustafa Hussein: Wir von Sudan Uprising Germany und viele andere fordern die EU und Deutschland auf, den Krieg mit politischem Druck zu stoppen. Aber nur Druck von außen – wir wollen kein militärisches Eingreifen, denn der Konflikt ist ja genau deshalb entstanden, weil andere Länder sich eingemischt haben. Wir fordern außerdem sichere Fluchtwege und humanitäre Unterstützung, also Essen, Trinken, Medizin usw. Wir wollen außerdem absolute Transparenz über die Zusammenarbeit der EU und Deutschlands mit Militär und Miliz im Sudan. Wir versuchen auch in Berlin Druck zu machen, mit Öffentlichkeit, Demonstrationen, Aufklärung usw.

PRO ASYL: Wie ist die Situation für geflüchtete Menschen aus dem Sudan in Deutschland?

Mustafa Hussein: Ich selber bin auch als Flüchtling nach Deutschland gekommen, weil ich im Sudan gegen die Diktatur politisch aktiv war. Direkt nach der Revolution und dem Sturz von al-Bashir änderte das Auswärtige Amt den Lagebericht zum Sudan. Darin wurde alles sehr positiv und demokratisch dargestellt und die Bedrohungslage für politisch Aktive als minimal eingestuft. Daraufhin sank die Schutzquote sudanesischer Geflüchteter drastisch und auch ich wurde abgelehnt. Ich habe geklagt und jetzt im Jahr 2023 meinen Flüchtlingsschutz bekommen. Nach dem Putsch durch Militär und Miliz 2021 ging die Schutzquote wieder hoch.

Aber immer noch gibt es geflüchtete Menschen aus dem Sudan, die keinen Aufenthaltstitel haben und stattdessen eine Duldung. Wir fordern einen Stopp aller negativen Asylentscheidungen in noch laufenden Asylverfahren bis zu einer neuen Einschätzung der Situation vor Ort. Außerdem ein Bleiberecht für alle geduldeten Sudanes*innen sowie einen bundesweiten Abschiebestopp in den Sudan.

Das Interview führten am 25. April 2023 Tareq Alaows und Nora Brezger von PRO ASYL.